Leberreinigung

Eine Leberreinung zum neuen Jahr

Für einen guten und gereinigten Start in das neue Jahr möchte ich meiner Leber und mir etwas Gutes tun und endlich das Versprechen einlösen, dass ich ihr vor ein paar Wochen gab. Sie hatte nämlich undenkbar viel zu tun die letzte Zeit, auch durch Weihnachten und Silvester. Eigentlich hatte sie das gesamte Jahr über richtig schuften müssen. Eine kleine Verschnaufpause gab es für sie im Sommer, als ich die erweiterte Form der 3-6-9-Leberreinigung machte.

Und obwohl ich ganz gut Bescheid weiß über die ganzen Informationen von Anthony und diesen auch 100%ig vertraue, gibt es einige Themen, die ich bis jetzt noch nicht ganz loslassen konnte. Kaffee ist eines davon. Ich trinke lange nicht mehr täglich Kaffee. Es hat sich auf circa ein bis zwei Kaffe die Woche eingependelt. Aber ich merke doch sehr, dass ich dadurch eingeschränkt bin. Der Koffein-Kick löst bei mir mittlerweile ein ekstatisches High aus, welches mir eine unglaublich kreative (Arbeits-) Motivation beschert. Das fühlt sich erst mal toll an und ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass ich es immer und immer tue. Als ich noch täglich Kaffee trank, war das nicht ganz so extrem. Aber leider ist es so, dass ich die darauffolgende Nacht, nach dem nächtlichen Gang zur Toilette, meistens nicht wieder einschlafen kann. Wenn ich am Tag zuvor keinen Kaffee trinke, schlafe ich sofort weiter. Das ist ein wirklich wichtiger Punkt für mich, denn wenn ich morgens unausgeschlafen bin, kann ich ziemlich knatschig werden, was sich durch den gesamten Tag zieht. Ich fühle mich dann oft kraftlos, komme nicht zu Rande, bin unmotiviert, empfindlicher und ungeduldig mit meiner Tochter usw. Ich habe also einen kleinen Kaffee-Kater und möchte dann am liebsten wieder einen trinken, um dieses unangenehme Gefühl zu übertünchen. Und so dreht sich der Teufelskreis immer weiter, leise plätschernd und heimlich vor sich hin.

Das ist eines der Beispiele zu den Ernährungsthemen, die bei mir noch nicht gelöst sind und immer wieder hoch ploppen. Um so wichtiger ist es für mich, zwei bis drei Mal im Jahr die 3-6-9-Leberreinigung zu machen. Weil nun Winter ist und die erweiterte Form lediglich aus Rohkost besteht, habe ich mich für die ursprüngliche Form der Reinigungskur entschieden. Ich starte kurz nach Neujahr.

Tag 1-3

Die ersten drei Tagen sind sehr angenehm. Meine alltägliche Ernährung außerhalb einer Reinigungskur sieht ganz ähnlich aus. Ich habe noch genügend Spielraum mir das zuzubereiten, was ich ohnehin gerne esse. Das Salz wegzulassen fällt mir erstaunlich leicht, habe ich doch in letzter Zeit gerne öfter zum Salzstreuer gegriffen, um nachzusalzen (ein weiteres Ernährungs-Thema auf meiner Liste). Neben Zitronenwasser und Selleriesaft, esse ich vormittags den Heavy Metal Detox Smoothie und den Rest des Tages gestalte ich mit viel Kartoffel, Salat, Rosenkohl, Blumenkohl, Kichererbsennudeln, Porree und weiterem Gemüse in der Pfanne leicht angebraten. In der Nacht schlafe ich sieben bis acht Stunden und ich nehme eine angenehme Leichtigkeit & Klarheit in mir war.

Tag 4

Nun treten wir in die nächste Phase der Reinigung ein. Ab heute wird es konkreter. Der Spielraum wird kleiner. Es gibt zwar verschiedene Rezepte in „Heile dich selbst“, aber das permanente in der Küche Stehen bewirkt, dass ich es so einfach wie möglich halte. Heute beginnt die absolut fettfreie Phase, was zur Folge hat, dass die Leber anfangen kann, richtig sauber zu machen, bzw. alte Gifte zu mobilisieren, ohne dabei gestört zu werden. Ich glaube zu spüren, wie sie sich darüber freut und das freut mich auch. Am heutigen Tag esse ich nach dem Leber-Heilsmoothie für den Rest des Tages nur noch Spargel, Salat, Apfel, Apfelmus, 1-2 Datteln und eine Selleriestange. Gut, dass ich schon trainiert bin, denn ich merke wie meine Emotionen mit meinen Gewohnheiten verknüpft sind. Sowohl Emotion als auch Gewohnheit wundern sich und sind sogar ein wenig beleidigt. Über den Anblick des labbrigen, gedünsteten Spargels und dem Salat ohne Salz und Avocado freuen sie sich gar nicht. Aber ich beruhige sie und sage: „Hey Leute, seht es positiv: so läuft man nicht Gefahr sich zu überfressen.“ Ich fühle mich trotzdem fit und heiter.

Tag 5

Heute Nacht träume ich viel. Zwischenzeitlich bin ich in einer Art Halbschlaf-Traum. Dann schlafe ich ganz früh am Morgen nochmal richtig ein und träume, dass ich am fünften Tag meiner Leberreinigung zwei Gläser Wein trinke (wieder ein Thema). Im Traum bin ich sehr erschüttert über mich selbst und darüber, wie ich so etwas Unfassbares nur tun kann. Nachdem Aufwachen bin ich heilfroh, dass es nur ein Traum war und ich kein Glas Wein mitten in der Leberreinigung getrunken habe. Heute fühle ich mich etwas gerädert. Im Laufe des Vormittags spüre ich leichte Entgiftungserscheinungen. Der Geschmack im Mund ist etwas bitter, ich bin ein bisschen langsamer als sonst und habe ständig Durst, obwohl ich viel Wasser trinke. Manchmal meldet sich ein kleiner stechender Schmerz im Kopf. Aber ich fühle mich hell, klar und entspannt – dann muss ich eben alles etwas langsamer angehen.

Zum Mittag gibt es Spargel – bäh, mit Leber-Heilsuppe – bäh. Weil ich etwas Abwechslung haben wollte, habe ich die Suppe gemacht. Das ist quasi der Salat in gemixter Form. Wieder denke ich: wie gut, dass ich fortgeschritten bin. Ich stelle mir den Anblick meiner Mutter vor, während sie die Leber-Heilsuppe mit labbrigem, ungesalzenen Spargel, ohne Sauce Hollandaise isst und muss etwas lachen. Es würde ihr so unendlich gut tun aber ich denke ihre Emotionen würden da nicht so ohne Weiteres mitmachen.

Ich trinke viel Wasser und verlebe einen entspannten Tag zu Hause mit meiner Tochter. Wir spielen Scrabble und gucken einen Film. Ich fühle mich harmonisch und werde lange nicht müde.

Tag 6

Und wieder träume ich intensiv: Mitten während der Leberreinigung sitze ich in einem Restaurant und esse einen fettigen Gemüseauflauf mit Soja obwohl innerlich Alles sagt: „STOP – Unterbrich nicht diesen wichtigen Prozess“. Ich wache auf und bin wieder überglücklich, dass es nur ein Traum war.

Nach dem Leber-Heilsmoothie begebe ich mich auf meine Matte und mache Yoga. Es ist eine schöne, intensive Session. Das Yoga-High bringt mich ganz tief nach innen. Anschließend gehe ich über in eine Meditation und richte meine Aufmerksamkeit hin zu meiner Leber. Ich bedanke mich bei ihr für ihr unermüdliches Tun und werde dabei ganz weich ums Herz.

Heute steht gedünsteter Spargel mit gedünstetem Rosenkohl und Leber-Heilsalat auf dem Speiseplan – sowohl zum Mittag- als auch zum Abendessen . „Juchuuuu“, denke ich ironisch. Aber ich bemühe mich es so lecker wie möglich zu gestalten, in dem ich etwas variiere und alles hübsch anrichte. Und es gelingt mir ziemlich gut, wie ich finde. Es ist geschmacklich auch echt in Ordnung dafür, dass die Geschmacksträger Salz & Fett vollkommen ausgelassen werden. Das Gleiche esse ich am Abend noch einmal und zwischendrin Äpfel und Apfelmus. Ich freue mich, dass Morgen die letzten drei Tage beginnen

Tag 7

In der Nacht träume ich, ich hätte Kaffee und Wein getrunken. Wieder wache ich total erleichtert auf. Nach dem Leber-Heilsmoothie gehe ich für die letzten drei Tage einkaufen. Gegen Mittag bereite ich gleich zwei Portionen der Spinatsuppe zu, damit ich mich morgen nicht noch einmal damit beschäftigen muss. Mit Gurkennudeln esse ich die Spinatsuppe und finde sie ziemlich lecker. Trotzdem verspüre ich nicht den Drang mehr davon zu essen, nachdem ich die Portion aufgegessen hatte.

Ich fühle mich ein bisschen schlapp aber irgendwie auch inspiriert und freudig. Freudig unter anderem, weil ich mir vorstelle wie meine Leber Urlaub macht und mit einem frischen Melonensaft unter einem Sonnenschirm am Strand liegt. Aber eigentlich tut sie das gar nicht. Sie arbeitet ja gerade um so mehr. Jetzt hat sie aber endlich die Gelegenheit so richtig sauber zu machen, ohne dabei gestört zu werden. Im Gegenteil, sie wurde mit vielen Nährstoffen und reichlich Glukose versorgt, um so richtig loszulegen.

Heute Abend gibt es Kartoffeln. Darauf freue ich mich so sehr, dass ich am liebsten schon um 14 Uhr das Abendbrot zubereiten möchte. Der Tag verläuft entspannt. Am Abend werde ich einfach nicht müde. Wie sonst auch immer, gehe ich gegen 22 Uhr ins Bett aber schlafe lange nicht ein.

Tag 8

Die Nacht war etwas schwierig. Ich schlafe nicht gut und viel zu kurz wegen chaotischer Träume, zwischen denen ich ständig aufwache. Es fühlt sich an, als würde mein Geist auch entgiften. Nach dem Aufstehen fühle ich mich schlapp – das zieht sich durch den gesamten Tag.

Ich mache nicht viel. Einmal gehe ich raus, um zwei Mini-Wassermelonen für den morgigen Tag zu kaufen. Das Sofa wird heute zu meinem besten Freund. Warum auch nicht? Schließlich ist nun Endspurt angesagt. Mein Körper arbeitet hart, ist am reinigen und entgiften. Ich möchte ihn dabei so gut es geht unterstützen, in dem ich einfach gar nichts tue. Keine Anstrengung, keine Hektik. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, mir diesen Raum zu nehmen. Zum Mittag gibt es wieder Gurkennudeln mit Spinatsuppe. Es schmeckt sogar noch besser als gestern, hält mich aber leider nicht lange satt. Zwischendurch esse ich Apfelmus und Äpfel, trinke viel Wasser und einen weiteren Selleriesaft.

Gegen 18 Uhr dünste ich Rosenkohl und Spargel. Ich drappiere diese mit den restlichen gedünsteten Kartoffeln vom Vortag, Salatblättern, klein geschnittenen Zwiebeln und Tomate auf einem großen Teller und gebe gemörserten Knoblauch mit Zitronensaft darüber. Der vollgepackte Teller sieht appetitlich aus, es schmeckt mir gut aber nach einer Stunde beginnt der Hunger erneut. Ich esse weitere Äpfel und trinke viel Tee und Wasser. Um 22 Uhr gehe ich ins Bett und schlafe tief und fest durch.

Tag 9

Erfrischt wache ich auf und beginne den Morgen mit Zitronenwasser und Selleriesaft. Ich entsafte gleich die zweite Menge für den Nachmittag und bereite dann auch noch Apfel-Gurke-Saft, gemixte Melone und Orangensaft zu. Die Küche sieht chaotisch aus, aber das macht nichts. Ich habe Energie und beseitige in kurzer Zeit das Chaos. Ich bin happy, dass ich heute keinen Salat zubereiten oder Spargel essen muss. Stattdessen genieße ich einen frischgepressten Orangensaft.

Circa eine halbe Stunde später trinke ich den Apfel-Gurke-Saft und habe das Gefühl, noch nie etwas so Leckeres getrunken zu haben. Dieser sanfte, leicht süßliche Saft rennt mir die Kehle runter und erfrischt alles an und in mir. Auch wenn ich heute sicherlich jede Stunde einen Saft trinke, werde ich bestimmt hungrig sein aber trotzdem freue ich mich auf diesen Tag. Die ganzen acht vorherigen Tage waren die Vorbereitung auf heute. Sie haben meinen Körper, meine Organe und vor allem meine Leber bestens unterstützt. Sie wurden mit Allem versorgt was sie brauchen, damit die auszuleitenden Gifte mobilisiert werden können, um diese am neunten Tag abzutransportieren. Damit diese Mengen an Müll, wie z. B. virale und bakterielle Abfallstoffe, alte Medikamentenrückstände oder Schwermetallreste erfolgreich gelöst werden können, müssen die Organe bestens versorgt sein, denn es ist ein großer Kraftaufwand. Die Nebennieren dürfen nicht schlapp machen und brauchen deshalb genau die richtige Dosierung an Kalium, Glukose und anderen wichtigen Mineralstoffen.

Gegen 9:30 Uhr merke ich, wie die Entgiftung anläuft. Nach dem am Morgen die Säfte gepresst sind, die Küche geputzt ist, die Tochter für die Schule versorgt wurde, wird mir plötzlich leicht übel. Ich lege mich auf die Couch und ruhe mich aus. Die Übelkeit verschwindet schnell aber wenn ich aufstehe, merke ich, wie sich, ohne dass ich es beeinflussen kann, mein Tempo drastisch reduziert. Alles geht nur noch langsam. Das finde ich toll. Zwangsentschleunigung! Ich vertraue meinem Körper total und bin gespannt wie ich diesen Tag erleben werde.

Ich verbringe die meiste Zeit auf der Couch in meinem dunklen Wohnzimmer aber mit sonnigem Gemüt. Ich habe die ganze Zeit kalte Füße und friere leicht aber meine Wärmflasche verschafft Abhilfe. Es pendelt sich so ein, dass ich alle halbe Stunde etwa 500 ml Flüssigleit zu mir nehme. Immer abwechselnd Zitronenwasser oder ein frischer Saft. Zwei Mal gibt es gemixte Papaya, vier Mal gemixte Melone. Zwei Mal jeweils Selleriesaft und Apfel-Gurke-Saft und viele Orangensäfte. Ich liebe diesen letzten Safttag. Auch wenn der Hunger immer wieder auftaucht, ich genieße die Säfte in vollen Zügen, lasse meinen Körper & Geist entgiften, gönne mir Ruhe und fühle mich einfach wunderbar gereinigt.

Fazit:

Dies war meine vierte Leberreinigung. Mindestens zwei bis drei Mal im Jahr möchte ich auf diese Weise meine Gesundheit & mein Immunsystem boostern 🙂 Es gibt drei Versionen der Leberreingung, was einen großen Spielraum lässt für allerlei unterschiedliche Bedürfnisse. Die einfache, ursprüngliche und erweitere Form. Auch gibt es viele Möglichkeiten zur Abwandlung. Es können auch Lebensmittel gegen andere ausgetauscht werden, wenn etwas nicht vertragen wird oder gekauft werden kann. Alles ist in dem Buch „Heile dich selbst“ nachzulesen.

Die Leberreinigung kann intensiv werden, weshalb es wichtig ist, viel Raum dafür zu schaffen. Gut wäre es, wenn man spätentens ab dem vierten Tag Urlaub hat, bzw. keine großen Termine wahrnehmen muss. Es können auch alte Emotionen und Gewohnheiten hochkochen oder schwierige Themen aufploppen. Mir hat dabei der Gedanke geholfen, dass es sich lediglich um neun Tage handelt. Was sind schon neun Tage, wenn man dadurch so viel für sich tun kann? Viellleicht schenken diese neun Tage Reinigung weitere Lebensjahre oder verhindern irgendeine spätere Krankheit. Ich kann nur Jedem ans Herz legen, es mal auszuprobieren.

Ein Kommentar

  • Lalita

    Danke Jasmin..wow, so toll wie du deinen Körper spüren kannst.
    Ich würde am liebsten gleich damit anfangen..nur den Sellerie Saft muss ich allergiebedingt weglassen.
    Schön …das tut soooo gut zu lesen.
    Nun müsste ich es durchhalten
    Om Shanti Om Lalita

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