bettlägerig,  brennende Körperschmerzen,  Chronisches Fatigue Syndrom,  Gehirnnebel,  Herzrasen,  Nebennierenschwäche,  neurologische Erschöpfung,  Übelkeit

Interview mit Simone

Liebe Simone, wann und wie fingen Deine Symptome an?

Ich hatte seit 2010 verstärkt seltsame Symptome. Das war mir damals aber gar nicht so bewusst, weil alles so schleichend kam. Ich spürte zum Beispiel starke Erschöpfung oder Muskel- und Gelenkschmerzen. Ich habe Hitze oder Kälte nicht mehr vertragen – die Sonne hat gebrannt auf der Haut. Ich litt an Brainfog (Gehirnnebel), Atembeschwerden und Schwindel – mal mehr, mal weniger.

Ich stand ständig unter Stress, war also durchflutet von Adrenalin. Auch in ruhigen Momenten habe ich mich gefühlt, als ob ich einen Marathon laufen würde. Durch diese Tage konnte ich mich nur noch durch schleppen. Kraft für Hobbys war da keine mehr, es ging nur noch ums Durchhalten im Job. Montag bis Freitag überstehen, am Wochenende ausruhen, um irgendwie die nächste Woche wieder zu schaffen.

Auch Urlaub war keine Erholung mehr, alles war nur noch anstrengend. Nach außen hin habe ich das nicht wirklich gezeigt. Ich habe mir selber immer eingeredet: „Ich habe nichts, Erschöpfung und Schmerzen kennt ja jeder, das ist normal!“ Ich wollte immer die Starke spielen. Und die Symptome entwickelten sich tatsächlich so schleichend bei mir, dass ich mir bis 2016 einreden konnte, dass ich nichts habe.

Ich wechselte den Arbeitsplatz, weil es unmöglich geworden war, körperlich so fordernde Arbeit zu schaffen. Etwas später musste ich die Arbeitszeit reduzieren, um weiter durchhalten zu können. Außerhalb der Arbeit schaffte ich nur noch den Weg zwischen Bett, Küche und Sofa mit noch mehr Atembeschwerden, Herzrasen, allumfassende Schwäche und all den anderen Symptomen. Nun war es an der Zeit mir einzugestehen, dass etwas ganz und gar nicht mehr normal war.

2017 kam dann eine kurze, etwas leichtere Phase, in der ich mir sofort wieder einreden konnte: „Mir fehlt jetzt nichts mehr und ich kann wieder normal arbeiten gehen.“ Daraufhin folgte der schlimmste Absturz.

Ich konnte nur noch im Bett liegen. Rund um die Uhr war mir extrem übel, so als würde ich mich gleich erbrechen müssen. Ich hatte sehr starke, brennende Schmerzen, hauptsächlich auf der ganzen Rückseite und den Seiten meines Körpers. Ich konnte nur auf dem Bauch liegen, mit vier oder fünf Kissen gepolstert an Füßen, Knie, Hüfte und Schulter. Doch durch diese Position bekam ich noch schlechter Luft. Es war nur noch ein Überleben, ein Durchhalten von Minute zu Minute. Ich konnte mich nicht mehr aufrichten oder die Beine benutzen. Ich konnte mich nur noch aus dem Bett runter auf den Boden gleiten lassen und auf einem Handtuch zur Toilette rutschen.

Ich hab in der Zeit extra wenig getrunken, damit ich nur zwei oder dreimal am Tag diese Prozedur überstehen musste. Sprechen war viel zu anstrengend. Mein Mann wusste nicht mehr wie er mich versorgen sollte. Alles musste er mir bringen, er musste die Wasserflaschen aufdrehen und so weiter. Also brachte er mich zu meinen Eltern zur Pflege, drei Autostunden von meinem geliebten Zuhause entfernt.

2017/18 war meine schlimmste Zeit. Es gab zwar davor schon einmal ein halbes Jahr, in dem ich hausgebunden war und die meiste Zeit auf dem Sofa verbringen musste. Aber dann im September 2017 ist es noch viel schlimmer geworden. Es war mir nur noch möglich im Bett in einer Position auf dem Bauch und mit mehreren Kissen gestützt, zu liegen. Die brennenden Schmerzen am ganzen Rücken und den Seiten, die mich in diese Position zwangen und die starke ständige Übelkeit, waren so extrem, dass ich, obwohl ich so einiges aushalte, nicht mehr leben wollte. Ich kämpfte mich Minute für Minute durch diese Zeit.

Dagegen waren andere Symptome fast nebensächlich, wie z. B. das hohe Adrenalin, das mich nicht zur Ruhe kommen ließ oder die extreme Schwäche und Erschöpfung, dass ich das Bett nur verlassen konnte, um auf einem Handtuch zur Toilette zu rutschen, weil ich die Beine gar nicht mehr benutzen konnte. Ich konnte nur daliegen. Auf dem Bauch liegend habe ich gegessen und war zu schwach, um eine Flasche Wasser aufzudrehen oder ein paar Sätze zu sprechen. Der Brainfog, die Gelenk- und Muskelschmerzen, das Grippegefühl, das Kribbeln auf der Haut wie krabbelnde Ameisen, die Atembeschwerden, das ständige Kämpfen um Luft, die Enge in der Brust und im Hals, die Geräusch-, Licht-, Geruch- und Temperaturempfindlichkeit (z. B. wenn die Sonne durch das Fenster, auf ein kleines Stückchen Haut scheint und du das Gefühl hast, du würdest verbrennen, oder ein Atemzug kalte Luft deinen Zustand sofort massiv verschlimmert), kribbeln im Darm und miese Verdauung und vieles mehr.

Ich hab jetzt sicherlich immer noch etliche Symptome vergessen. Wenn ich zurückdenke, überdecken diese brennenden Schmerzen, die Übelkeit und das Gefühl es nicht ertragen zu können gerne alles andere…

Keiner konnte sagen was mir fehlte. Die Ärzte schauten mich entweder mit dem Blick an: sie tut nur so, ihr fehlt nichts, oder: ich sehe dass ihr etwas fehlt aber sie ist die Einzige auf der ganzen Welt mit so mysteriösen Symptomen. Das war schon sehr frustrierend, wie man sich vorstellen kann.

Oh ja, das glaube ich. So geht es vielen Leuten. Wie bist Du dann zu Anthony William gekommen?

Also von allein wäre ich niemals auf die Idee gekommen, so ein ,Esoterikzeugs‘ zu lesen.

Ich hatte drei Monate zuvor, auf Empfehlung eines Osteopathen hin, meine Ernährung auf eine fettarme, obst- und gemüsereiche Paleo-Diät umgestellt. Das war, bis auf die vielen Eier, schon recht nah an der AW- Ernährung dran. Ich durfte lernen, dass es einen Unterschied macht, was ich esse. Parallel gab es dann eine Verkettung von Ereignissen. Zu diesem Zeitpunkt war ich gesundheitlich ganz unten angekommen und aus der Verzweiflung heraus war ich offen für Alternativen. Eine Freundin empfahl mir in dieser Zeit eine Jin Shin Jyutsu Therapeutin. Diese wiederum hatte mir eine Heilpraktikerin empfohlen. Weil körperlich ordentlich was in Gang gebracht wurde durch die ganzen Ernährungstipps war ich offen für jeden Ratschlag, den mir die Heilpraktikerin gab.

Am Ende unseres dritten Termins zog sie also dieses große blaue Buch aus dem Regal und hielt es mir mit einem riesengroßen Strahlen im Gesicht vor die Nase, als wäre es ihre heilige Bibel. Sie sagte ich solle dieses Buch unbedingt lesen, da stehe drin was mir fehlen würde.

Ich hab es mir noch am gleichen Tag als E-Book runtergeladen und sofort angefangen zu lesen. Mit meinem starken Brainfog hab ich mich ganz langsam durchs Buch gekämpft. Viele Absätze musste ich zehnmal lesen. Obwohl ich damals völlig ungläubig war und alles immer anzweifelte, machte alles, was er dort über Symptome und Ursachen schreibt, das allererste Mal Sinn für mich. Es passte alles perfekt zu meinen Erfahrungen und wie ich die Erkrankung empfunden habe. Ich hatte genau dieses Gefühl, was auch viele andere beschreiben: Anthony hat dieses Buch für mich und über mich geschrieben. Ich habe mich eins zu eins wiedergefunden.

Das war für mich wirklich etwas Einmaliges, da ich seit der Jugendzeit kaum noch etwas geglaubt hatte, was in Büchern stand. Heute schreibt Einer so und morgen macht ein Anderer eine neue Entdeckung und wirft alles, was für wahr gehalten wurde, wieder über den Haufen.

Bei Anthony William war das nun völlig anders – ich habe von Anfang an tief im Inneren gespürt, dass das, was er schreibt, für mich persönlich die unumstößliche Wahrheit ist. Dadurch konnte ich zu Beginn auch großzügig darüber hinwegsehen, dass ich zu der Zeit weder an Gott noch an Engel, oder einen Spirit geglaubt hatte. Mit der Zeit aber wurde dieses Buch für mich eine Tür zu einer völlig veränderten Sichtweise über das Leben und die Welt.

Ich habe dann natürlich auch die zwei weiteren Bücher, die es damals von ihm gab, gelesen und jedes weitere sofort nach Erscheinung gekauft. Mit jedem Buch wurde und wird das große Puzzle vollständiger für mich und macht immer noch mehr Sinn, es passt einfach alles ineinander.

Was hat sich seitdem bei Dir verbessert?

Ich bin jetzt genau drei Jahre dabei und es haben sich eigentlich alle Symptome verbessert. An manche kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Die neurologische Erschöpfung ist am zähsten bei mir und ich meine mich zu erinnern, dass William auch mal erwähnt hat, dass diese am längsten braucht, um zu heilen.

Als ich vor drei Jahren begann, waren mein Brainfog und die Konzentrationsschwierigkeiten so stark, dass es fast unmöglich war, eine Telefonnummer abzulesen und ins Telefon einzutippen. Ich war dabei so langsam, dass das Telefon immer wieder in den Energiesparmodus gegangen ist. Einen Text wie diesen zu schreiben, wäre undenkbar gewesen. Dementsprechend schwierig war es auch das Buch „Mediale Medizin“ zu lesen und die Infos zur Ernährungsumstellung zu verstehen. Deshalb hab ich die ersten Monate auch noch so manches gegessen, was nicht empfehlenswert ist. Ich konnte dadurch, dass ich körperlich so eingeschränkt war, alles auch nur sehr langsam umsetzen. Ein Glück war das so, denn sonst hätte ich mit Sicherheit von heute auf morgen alles in voller Dosierung umgesetzt, nach dem Motto: viel hilft viel. Aber mein Körper wäre damit wahrscheinlich völlig überfordert gewesen.

Was für eine starke Heilwirkung Lebensmittel haben, durfte ich seither lernen. Auch dass es besser ist, Gewohnheiten sanft umzustellen, dem Körper immer Zeit zu geben und genau auf den Körper und seine Reaktionen zu hören.

Meinen ersten Selleriesaft hatte ich dann nach circa drei Monaten. Ab diesem Zeitpunkt oft nur ein, zwei Mal die Woche. Ich war noch sehr schwach und konnte mich nicht solange auf den Beinen halten.

Das erste dreiviertel Jahr habe ich mich also alleine auf den Weg gemacht, alles Stück für Stück umzustellen und umzusetzen. Dann habe ich zur Anthony William Support Gruppe bei Facebook gefunden. Das war eine riesengroße Unterstützung für mich, ich habe dort soviel gelernt. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten und Menschen mit ähnlichen, gesundheitlichen Einschränkungen, war alles plötzlich so viel einfacher. Ich konnte Zusammenhänge, die ich beim Lesen nicht verstanden hatte, viel leichter begreifen.

Aber um nochmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen, versuche ich mich in die damalige Zeit hineinzuversetzen und mich zu erinnern, was ich damals für Symptome hatte. Das fällt mir sehr schwer, denn ich denke nicht gerne daran zurück und möchte gedanklich gar nicht lange in dieser Zeit verweilen. Andererseits verstärkt es jedes Mal auf`s Neue meine große Dankbarkeit, dass ich diesen Weg finden durfte und mich selber um meine Gesundheit kümmern kann.

Heute stehe ich auf, mach mir mein Essen selber und erledige die meisten Sachen im Haushalt selbst. Ich kann mich um vieles im Garten kümmern, kann raus gehen und habe immer noch genügend Kraft, um mich mit Freunden und Familie zu unterhalten. Die Übelkeit ist weg, nur manchmal ist mir noch etwas flau im Magen. Schmerzen und Adrenalin sind soweit runter, dass ich zur Ruhe kommen kann. Der Brainfog ist soviel besser geworden, dass ich dieses Frühjahr sogar einen Imkerkurs und einen Heilpflanzenkurs begonnen habe. Was für Andere neben dem Vollzeitjob mitläuft, ist für mich der schon der Vollzeitjob. Es ist noch eine große Herausforderung, aber für mich ist das ein riesen Fortschritt.

Vor Kurzem ist dank der Mithilfe von Mann und Ausbilder das erste Bienenvolk im Garten eingezogen und das ist ein unglaubliches Glücksgefühl für mich, das mich zu Tränen rührt.

Das kann ich gut verstehen. Wie gehen Dein Mann und Dein nahes Umfeld mit Deiner Ernährungsumstellung um?

Ich habe das große Glück, eine tolle Familie und Freunde zu haben. Ab und an werde ich mal mit hochgezogenen Augenbrauen angesehen, aber ansonsten bringen mir alle viel Mitgefühl und Unterstützung entgegen.

Mein Mann und meine Mutter möchten gesünder essen und sind auf dem Weg. Leider sind die Süchte noch viel zu groß, so dass die Veränderungen über die Jahre nur in kleinen Schritten kommen. Aber das Bewusstsein ist da, das ist wunderschön. Meine beste Freundin aß vorher bereits vegan und hat von heute auf morgen umgestellt, sogar fettfrei.

Wie hast Du innerlich reagiert, als Dir klar wurde, woher Anthony diese ganzen Informationen bekommt?

Ich war früher gänzlich ungläubig. Ich habe nur geglaubt, was ich mit meinen Sinnen erfassen konnte. Die Empfehlung, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen, war sehr eindringlich. Ich war zwar verwundert, als ich dann über die Quelle der Informationen las, aber es hinderte mich nicht daran, weiterzulesen. Also wenn die Empfehlung nicht genau zu diesem Zeitpunkt von genau dieser Person gekommen wäre, hätte ich das Buch nie in die Hand genommen!

Ich habe also die Beschreibung, wie William als Vierjähriger dieses Erlebnis hatte und das Kapitel mit den Engeln gelesen wie ein Märchen. Ich konnte es in meinem Kopf irgendwie nach hinten schieben und es nicht so beachten. Alles andere, was ich in diesem Buch las, hat mich so umgehauen und hat soviel Sinn für mich gemacht. Es gab für mich überhaupt keinen Zweifel daran, dass diese Informationen wahr sind. Und jedes weitere Buch von ihm, das ich las, hat mich in meiner Überzeugung nur noch mehr bestärkt.

Deshalb musste ich mich natürlich auch immer wieder gedanklich mit der Informationsquelle, also mit Spirit, beschäftigen. Ich fing an, mich mit Glaube und Gott zu beschäftigen. Um so mehr ich darin eintauchte, desto mehr ist meine frühere Meinung weggebröckelt.

Heute ist für mich die Spiritualität sogar wichtiger geworden, als die Ernährung oder das ursprüngliche Ziel gesund zu werden. Hätte mir das jemand vor ein paar Jahren gesagt, hätte ich darüber vermutlich gelacht und gesagt: „So etwas würde mir nie passieren, völlig ausgeschlossen!“ 😂

Gibt es etwas, dass Du Welt bezüglich AW mitteilen möchtest?

Ich möchte die Menschen, die die gleiche Skepsis gegenüber allem Spirituellem haben, wie ich früher, ermuntern. Sie sollen unvoreingenommen und offen sein und dem ersten Buch (Mediale Medizin) eine Chance geben.

Denn wenn man schwer erkrankt ist, hat man oft eh nicht mehr viel zu verlieren. Und wenn man dann überzeugt ist und anfangen möchte die Ernährung umzustellen, ist es sinnvoll das langsam und behutsam zu tun. Schritt für Schritt, also zum Beispiel eine Woche lang erst mal das Zitronenwasser am Morgen integrieren und schauen was es mit dem Körper macht, die nächste Woche mal Eier und Milchprodukte streichen und wieder in den Körper reinspüren. Alles auf einmal umzustellen, kann den Körper ganz schön überfordern.

Gut ist auch, sich mit anderen Menschen zum Beispiel über Facebook zu verbinden. Mit Menschen in Kontakt zu treten, die die Umstellung schon länger machen, kann unheimlich erleichternd und hilfreich sein.

Liebe Simone, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, an dem Interview teilzunehmen.

Ein Kommentar

  • Regina Bader

    Liebe Simone,

    ich bin zu Tränen gerührt.
    Du hast mir deine Geschichte schon mal kurz erzählt, sie nun nochmal zu lesen geht so tief ins Herz.
    Ich freue mich so sehr mit dir, dass du dich selbst geheilt hast und nun andere inspirierst und motivierst ❤🍀🌈

    Und vielen Dank für deine tolle Bienenmeditation.
    Damit kann ich am Allerbesten abschalten 🐝

    Ich wünsche dir alles Liebe und freue mich riesig über deinen Wilkräuterkurs 🥳🎉🥳🎉🥳

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