Eisenmangel,  Erkältung,  Fructoseintoleranz,  Gehirnnebel,  Haarausfall,  Herzrasen,  Histaminintoleranz,  Konzentrationsstörungen,  Laktoseintoleranz,  Morbus Crohn,  Prämenstruelles Syndrom,  Rückenschmerzen,  Schlafstörungen,  Sorbitunverträglichkeit,  starke Muskelverspannungen,  starkes Schwitzen

Interview mit Martina

Liebe Martina, was hattest Du für Symptome vor Deiner Ernährungsumstellung?

Ich hatte eine große Anzahl von Symptomen vor der Ernährungsumstellung. Alles begann vor zehn Jahren, drei Wochen nach der Entfernung von zwei Amalgam-Plomben. Ich bekam einen steifen Nacken, der einfach nicht heilen wollte. Auch nicht durch Therapien oder mit Muskelrelaxantien, Chiropraktik, Atlaskorrektur, Akupunktur und mehr. Ich bekam dadurch schlimmen Gehirnnebel, der dauerhaft blieb.

Ich dachte mir, das wird schon wieder. Dauert es eben ein paar Wochen länger als normal. Es gibt sicher Hilfe, ich muss sie nur finden. Doch Hilfe kam nicht. Physiotherapie verschlimmerte alles nur, und die Beschwerden hielten tagelang an. Jede Anspannung der Nackenmuskulatur verschlimmerte alles. Dann bekam ich wegen eines Infektes ein 3-Tages Antibiotikum, woraufhin meine Beschwerden für zwei Wochen weg waren.

Etwas später kamen Konzentrationsstörungen hinzu, mein Gedächtnis ließ stark nach, ich wurde zittrig und sah verschwommen. Meine Leistungsfähigkeit nahm ab – ich konnte keinen Sport mehr machen. Auch Müdigkeit und teilweise Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung in der Nacht, ließen mich nicht mehr los. Irgendwann wechselten sich Muskelschmerzen am ganzen Körper mit dem Druck im Kopf und dem Gehirnnebel ab. Dann wurden beide meine ständigen Begleiter.

Ich versuchte zu fasten, aß drei Tage weniger, dann drei Tage nur Flüssigkeit trinken, dann wieder drei Tage Essensaufbau. In dieser Zeit und eine Woche danach waren meine Symptome um vieles besser. Aber ich konnte ja nicht aufhören jemals wieder zu essen!

Der Hausarzt meinte immer, es sei mein Eisenmangel, den ich habe, seitdem ich 14 Jahre alt war. Leider halfen Eiseninfusionen und Tabletten nichts. Auch starke Zyklusschmerzen hatte ich seit meiner Jugend.

Zwei Jahre später bekam ich Herzrasen, wurde noch zittriger und innerlich unruhig. Ich schwitzte enorm, vor allem, wenn ich Dinge fühlte wie Freude, oder wenn ich über etwas lachen konnte. Ich bekam einen dauerhaften Druck im rechten Oberbauch und mein Schweißgeruch wurde manchmal so übel, dass ich es mied, unter Leute zu gehen. Gott sei Dank ließ der Geruch bald wieder nach, denn kein Deo konnte das verhindern. Ich schämte mich sehr dafür!

Ich litt außerdem an:

  • Durchschlafstörungen
  • Haarausfall und die Haare wurden dünner.
  • Brüchige Fingernägel
  • Trockene Augen / Mund
  • Keine körperliche Belastbarkeit mehr
  • Ständige Infekte im Hals/Nasen/Ohrenbereich die mich schwächten
  • Jede zweite Woche einen Zyklus mit starken Schmerzen
  • Ich nahm zu (eine Kleidergröße mehr) und konnte nicht mehr abnehmen
  • Traumlosigkeit

Irgendwann war alles an mir durchleuchtet, im MRT, durch Röntgen, im Ultraschall…

Ich fühlte mich allein gelassen von der Medizin. Ich hatte sie nie wirklich gebraucht, war stets gesund und aktiv gewesen. Mein Gedächtnis funktionierte immer hervorragend. Ich lernte und las gerne und plötzlich konnte ich das alles nicht mehr. Ich konnte mir nichts was ich las, länger als eine Stunde merken. Jeden Tag musste ich im Kalender abhaken und mir alles einschreiben um nichts zu vergessen. In der Arbeit machte ich hinter jede erledigte Arbeit ein Häkchen um zu wissen, dass es erledigt war. Nach der Arbeit musste ich schlafen, sonst hätte ich den Nachmittag nicht geschafft. Um sieben Uhr abends schlief ich ebenfalls erschöpft ein. Oft weinte ich mich in den Schlaf wegen meiner Schmerzen, ohne mich am nächsten Morgen wirklich daran zu erinnern. Ich traf mich mit Freundinnen und wusste danach nicht mehr was wir geredet hatten. Ich konnte keine Fragen mehr zu vergangenen Gesprächen stellen, weil ich keine Erinnerung daran hatte. Mein Leben war wie ausgelöscht, nur das Jetzt war wirklich da. Es ist gar nicht so toll nur im Hier und Jetzt zu leben 😉

Sozial war es für mich ein Desaster denn ich verlor Freundschaften. Eine Freundin hatte es auf meinen Mann abgesehen, was ich aber erst sehr spät erkannte. So war es gut, dass die Wege sich trennten. Es schmerzte trotzdem sehr, denn wir kannten uns seit fünfzehn Jahren sehr gut.

Die Schwägerin zog sich auch komplett zurück und hatte als Energetikerin auch nur diesen dummen Ratschlag parat, dass ich mir meine Krankheit selbst erschaffen habe.

Vor drei Jahren begann ich auf eigene Faust zu recherchieren und fand heraus, dass Menschen mit Intoleranzen die gleichen Symptome haben können wie ich.

Mit diesem Hoffnungsschimmer ließ ich mich testen. Ich reagierte auf Histamine, Fructose, Milcheiweiß und Sorbit. HPU/KPU war ich positiv. Ich stellte die Ernährung total streng um, um endlich Besserung zu erfahren und ein kleines bisschen besser fühlte ich mich, vor allem wenn ich Obst fast komplett wegließ bis auf Heidelbeeren und Honigmelone. Natürlich aß ich mehr Fleisch, Getreide und dergleichen.

Dann tat sich nichts mehr und meine Symptome wurden wieder schlimmer. Für meine Familie war es zuerst unverständlich, wie ich plötzlich so krank sein konnte, ohne dass jemand eine Antwort auf meine Fragen nach Heilung hatte. Auch auf das Drängen meiner Familie hin und weil mein Leidensdruck mich langsam verzweifeln ließ, lief ich von Arzt zu Spezialist, zu Heiler und Energetiker, und vielen, vielen mehr. Jeder nannte mir eine andere Ursache. Am Schlimmsten war für mich die Aussage, dass ich die Krankheit mit meinen Gedanken in mein Leben gezogen habe. Diese Last wog schwer, weil ich eigentlich ein sehr positiv denkender Mensch bin und daran auch gearbeitet habe. Geholfen hat mir nichts davon. Ich wurde auch auf Antikörper getestet bezüglich EBV und Borrelien. Scheinbar kam es dadurch in der Vergangenheit zu Infektionen. Morbus Crohn und eine chronische Infektion des Magens kamen noch dazu.

Ein Rheumatologe meinte es sei Rheuma wegen meiner erhöhten Rheumawerte. Eine andere Ärztin meinte ich habe Multiple Sklerose oder Sjögren Syndrom.

Dann kam noch die Psychopharmaka- Welle. Jeder Arzt, der nicht mehr weiterwusste, meinte, es könnte nur an der Psyche liegen. Ich war erschöpft und versuchte es damit. Eine einzige Pille nahm ich ein. In dieser Nacht habe ich keinen Moment geschlafen und wollte mich am liebsten aus dem Fenster stürzen. Ich musste mich stark zusammen nehmen es nicht zu tun! Am nächsten Morgen nahm ich vor Wut die Packung und warf sie in den Müll. Nie wieder würde ich so etwas nehmen! Die sind doch alle verrückt, kranke Menschen noch kränker zu machen! So waren meine Gedanken und ich wandte mich von allen Heilern und Medizinern ab. Wieviel Geld ich in all das schon investiert hatte, für nichts…

Ich hatte so viele Trigger, die meine Symptome verschlimmerten: Licht, Hitze, Sonne die auf den Kopf schien, Kälte, Gerüche jeder Art egal ob vom Kochen oder Putzen oder Shampoo, Gefühle, Ängste, Erschrecken, Lärm, Anstrengung jeder Art, wie z. B.. eine Stiege hochsteigen, ein Fenster putzen oder die Wäsche aufhängen. Ich konnte zum Schluss nicht einmal mehr mit meiner Familie spazieren gehen. Ich wollte nicht mehr so weiterleben. Ich war zu der Zeit 33 Jahre jung. So leidend 90 Jahre alt zu werden, konnte ich mir beim besten Wissen nicht vorstellen.

Zu dieser Zeit hatte ich nicht mehr viele Gedanken, die mir in den Sinn kamen. Der Druck im Kopf machte Denken unmöglich. Ich war nur noch da, funktionierte halbwegs und bekam sonst nichts mehr mit. Dann wandte ich mich an meine Histamin- Facebook Gruppe mit all meinen Beschwerden und bat sie um Hilfe. Vielleicht kannte jemand meine Beschwerden? Was konnte das nur sein?

Eine Frau mit Vornamen Julia schrieb mir dann, ich sollte mal versuchen auf ein paar Dinge zu verzichten:

  • Gluten
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Soja
  • Mais
  • Rapsöl

Und mir ein Buch von Anthony William kaufen, das Blaue Buch, sein erstes.

So bist du also auf Anthony gestoßen. Wie war es, das alles zu lesen?

Zu Beginn hatte ich noch gar nichts davon gelesen.

Ich hatte zu viel damit zu tun, die Ernährung schon wieder umzustellen. Außerdem war mein Gedächtnis bzw. meine Augen so schlecht, dass ich sowieso nur verschwommen lesen konnte. Es war furchtbar anstrengend für mich zu lesen und dann merkte ich mir nicht einmal was ich las.

Dadurch, dass plötzlich alles an Mais wegfiel, musste ich lernen auf Puddingpulver zu verzichten und eine konforme Suppenwürze finden. Ich ersetzte Maisstärke durch Kartoffelstärke. Auf Rapsöl in Produkten zu verzichten fiel mir leicht, ich entsorgte meine Vitamin D Tropfen, das war es schon. Schweinefleisch, Soja und Kaffee aß bzw. trank ich schon seit der Diagnose Histaminintoleranz nicht mehr. Anstatt Eier panierte ich fortan mit Hafermilch. Ich hörte auf zu backen, weil alles, was ich an Kuchen ausprobierte, furchtbar schmeckte ohne Eier und Butter. Milchprodukte wegzulassen fiel mir richtig schwer. Dachte ich doch sie wären das Einzige, das ich gut vertrug. Schon eine Milchalternative zu finden war schwierig für mich. Am meisten fehlte mir Käse, geschmolzener Käse auf Pizza, im Toast und vielem mehr. Aber ich hielt durch. Ich liebte Brot und nun musste ich Gluten weglassen. Auch das war super schwierig. Zuerst versuchte ich, Brot zu ersetzen. Doch mit konformen Zutaten konnte ich es nicht essen. Dann fand ich das Blumenbrot, allerdings ist es eine teure Alternative. Doch nach und nach konnte ich darauf verzichten und heute brauche ich kein Brot mehr.

Allein durch diese Umstellung, welche mich ein paar Monate kostete, merkte ich, dass ich abends etwas besser sehen konnte. Mein Gedächtnis verbesserte sich, ich konnte mich wieder an Ereignisse vom Vortag erinnern, es ging also bergauf.

Ich war während der Umstellung der oben genannten Lebensmittel nicht untätig. Obwohl ich nicht im Buch las, welches zu Hause lag, trat ich auf Facebook allen Anthony William Gruppen bei, die ich finden konnte. So schnappte ich das eine oder andere auf, wenn andere Personen Fragen stellten in den Gruppen. So erfuhr ich auch, dass Essig weggelassen werden sollte. Also stellte ich meinen heißgeliebten Apfelessig auf Zitrone und Granatapfelsaft um! Dann kam ein Beitrag mit Flohsamenschalen und dass diese nicht konform seien, genauso wie Matcha, Schwarztee und Schokolade. Das alles mied ich aufgrund dessen. Ich aß nur noch Bio Rind- und Hühnerfleisch, ansonsten keine tierischen Produkte mehr.

Noch heute bin ich überwältigt davon, wie toll in den meisten Facebook Gruppen die Hilfe für alle im Vordergrund steht. Als ich mich gut genug auskannte, begann ich ebenso, meine Erfahrungen mit den anderen zu teilen, ihre Fragen zu beantworten und zu helfen.

Zwar ging es mir ein halbes Jahr nach der Umstellung besser, aber ich hatte das Gefühl festgefahren zu sein. Es tat sich nichts mehr, ich steckte fest! Also begann ich zu lesen und siehe da, es klappte! Das Wichtigste merkte ich mir, zusätzlich schrieb ich es auf, aus Angst es zu vergessen!

Da las ich in der Einleitung von Mediale Medizin über die Kindheit von Anthony William und Spirit. Ich musste weinen als ich diese Zeilen las, denn ich fühlte tief in mir drin, zum ersten Mal im Leben, die Wahrheit zu lesen. Die Wahrheit über die Welt, Krankheit, Leid, Viren, Umweltverschmutzung und ihre Auswirkungen. Kein Arzt oder Energetiker konnte mir bis dahin so ein Gefühl vermitteln. Es war für mich schwierig zu lesen, so viel Information und mein Gehirn so leistungsschwach…

Bei den Erfahrungsberichten im Buch heulte ich immer und immer wieder. Ich konnte es nicht fassen wie furchtbar so viele andere Menschen auf dieser Welt leiden müssen, weil Ihnen die Wahrheit, mit der sie heilen könnten, fehlt. Und ich war gerührt über jeden der seinen Weg zur Heilung durch Anthony William und Spirit fand.

Aber wo war mein Missing Link? Was hatte ich bis jetzt übersehen?

Das nächste Buch war das Leberbuch, welches ich aber nicht ganz las, sondern nur die Kapitel, die ich brauchte, um die erste 369 Leberreinigung histamin- und fructosearm zu machen. Danach vertrug ich wieder Äpfel. Auch anderes Obst und Gemüse mit mehr Fructose waren fortan in Maßen kein Problem mehr. Durch ein Live-Video von Anthony fand ich beim Thema Unverträglichkeiten heraus, dass es keine Intoleranzen gibt. Ich begann zu zweifeln, hatte doch mein Verzicht auf Fructose meine Schmerzen gelindert. Doch ich beschloss weiterzumachen und zu vertrauen. Ich fand heraus, dass Anthony Recht hatte – wie immer.

Und dann wusste ich, was ich übersehen hatte: Ich musste Fett und Salz reduzieren!

Danach machte ich einen Monat später noch eine 369 Leberreinigung, die ganze normale Variante. Und ich vertrug alles. Ich konnte wieder jedes Obst und Gemüse essen. Ich war überglücklich darüber.

So vieles hatte sich in der Zeit schon gebessert. Meine prämenstruelle Phase verlief nun fast schmerzfrei, Nägel und Haare wurden kräftig und gesund, Haarausfall verschwand, Juckreiz an den Unterschenkeln hörte fast auf, ich sah etwas besser, meine Erinnerungen kamen zurück, ich konnte wieder sinnvolle Gespräche führen, nachdenken, mich erinnern. Das war sehr WERTVOLL für mich. In dieser Zeit erkannte ich, wie sehr uns unsere Erinnerungen ausmachen, und was wir ohne sind.

Meine Muskelschmerzen waren noch da und ich war noch immer stark sensitiv auf die vielen Trigger, die die Schmerzen und den Druck im Kopf verschlimmerten. Teilweise ließen diese Trigger mich nicht schlafen in der Nacht. Und mein Energieniveau tagsüber war immer noch nicht optimal. Ein Auf und Ab.

Ich spürte ich brauchte unbedingt Anthonys neues Buch „Heile dich selbst“. Dort würde ich weitere Antworten finden. Also kaufte ich es in englischer Sprache aus lauter Ungeduld, denn die deutsche Fassung kam erst im September 2020 heraus. Ich machte die Mono Diät mit Kartoffeln, einen Monat lang. In dieser Zeit fühlte ich mich, als ob ich nie krank gewesen wäre. Ich nahm auch viele Nahrungsergänzungen ein. Meine Schmerzen waren weg und der Druck im Kopf auf ein Minimum reduziert. Tagsüber war ich fitter als zuvor, wenn auch noch nicht zu hundert Prozent. Nach und nach führte ich wieder andere Lebensmittel ein, der Effekt hielt noch eine Weile an. Nur die Sensibilität auf Trigger war geblieben.

Ich weiß, sobald es für mich wieder passt, mache ich diese Diät noch einmal. Nach der Diät halfen mir Unmengen an HMDS (Smoothie zur Ausleitung von Schwermetallen) meine Sensibilität auf Trigger zu verbessern. Jetzt reagiere ich nicht mehr auf alles mit Schmerzen. Aber die Muskelschmerzen und Nackenverspannungen sind leicht bis mittelstark zurückgekehrt. Auch der Druck im Kopf, der vom Nacken abhängig ist.

Aber jetzt habe ich etwas, was ich zuvor schon Jahrelang nicht mehr hatte. HOFFNUNG! Ich weiß, ich kann wieder vollkommen gesund sein und das werde ich auch. Jetzt möchte ich zur Zeit etwas mehr Abwechslung im Speiseplan, ich esse meistens fettfrei, selten fettarm. Aber ich esse wieder Hafer glutenfrei und manchmal Hülsenfrüchte, ich möchte das im Moment.

Aber ich weiß ich gehe den Weg weiter, irgendwann schaffe ich sicher auch die 28-Tage-Reinigungs-Kur. Beim ersten Versuch bin ich am unstillbaren Hunger gescheitert. Seine Grenzen kennen zu lernen gehört auch mit in diesen ganzen Heilungsprozess.

Ich finde es furchtbar, dass so viele Menschen leiden. Doch an Ihrer Ernährung umstellen wollen sie nichts. Auf den Schweinebraten zu verzichten, kommt für viele nicht in Frage. Deshalb macht es auch keinen Sinn, Menschen zur Ernährung nach Anthony William zu raten. Doch wenn sie sehen, wie sehr es einem besser geht, kommen sie von selbst auf einen zu und fragen, wie das möglich ist.

Hast Du auch von Seiten der Ärzte bestätigt bekommen, dass Deine Histamin- und Fructoseintoleranz nicht mehr vorhanden sind?

Nein, seitens der Ärzte wurde mir nichts bestätigt, denn ich bin zu keinen weiteren Ärzten mehr gegangen. Ich habe es an meinen körperlichen Reaktionen gemerkt, die abnahmen. Zum Beispiel bin ich früher nach einer einzigen Weintraube, einer Tomate, Zitronensaft, etwas Banane, Schweineschinken und anderen Lebensmitteln, die ich nicht vertragen habe, einfach eingeschlafen. Dieser Schlaf war nicht erholsamen sondern erzwungen, ich konnte mich nicht gegen ihn wehren. Fructose verschlimmerte immer den Druck im Kopf, weswegen es mir vorübergehend besser ging, als ich sie mied.

Nach den ersten Reinigungskuren konnte ich wieder mehr und mehr Obst essen ohne einzuschlafen und den Druck im Kopf zu verschlimmern. Deshalb weiß ich, dass ich nicht mehr direkt auf Essen reagiere, was nach Anthony ja eine Entgiftungsreaktion ist. Man isst zum Beispiel Bananen, welche viele Viren im Körper abtöten. Die abgestorbenen Virenhüllen machen auch noch Probleme und man bekommt Symptome, so wie es bei mir der Fall war.

Wie handelst Du Deine Ernährung zu Hause mit Deiner Familie oder mit Deinem nahen Umfeld?

Als klar war, dass mir meine Ernährung hilft, war es mit meinem Mann kein Problem. Er isst normal weiter, hat aber auch mehr Gemüse und Obst in sein Leben integriert. Sogar Selleriesaft hat er eine Zeit lang getrunken, es ist ihm aber morgens zu viel Aufwand.

Für meinen Sohn koche ich drei Tage in der Woche AW-konform. Drei Tage isst er meistens bei Oma wegen der Schule, da isst er auch Schnitzel, Dinkelsemmeln und dergleichen. Einen Tag kocht mein Mann für ihn, da gibt es eher deftiges Essen. Aber unser junger Mann isst zu Hause jeden Tag Äpfel und Gurke. Er trinkt Thymiantee oder Wasser und macht sich manchmal Smoothies. Am Nachmittag bereite ich ihm zu Hause nach der Schule immer einen Teller Obst und Gemüse zu. Er isst gern Erdbeeren mit Honig gemixt oder Bananen Nicecream. Also schon viel mehr Obst und Gemüse als früher!

Auswärts essen gehen geht kaum noch. Zur Zeit ist es sowieso coronabedingt nicht möglich. Wenn, dann grillen wir oder machen Raclette, da kann jeder essen was er oder sie möchte.

Grundsätzlich wird sehr viel Rücksicht darauf genommen, was ich essen kann und was nicht. Wahrscheinlich hat mir da die Intoleranz sehr geholfen. Denn so hatte ich ja vorher schon einen Grund, warum ich manches nicht essen konnte. Wenn man etwas nicht verträgt, reagieren die Leute meist mit Verständnis. Bis auf meine Schwägerin. Sie hatte uns eingeladen und ich sagte ihr dreimal dass ich keinen Pfeffer vertrage. Beim Abendbrot gab es dann extra Pfeffer auf meinem Essen.

Zwei meiner Freundinnen bemühen sich Anthony William konform zu backen – das ist so lieb. Bevor sie etwas backen schicken sie mir die Zutaten, damit ich schauen kann ob ich sie vertrage. Zwei andere Freundinnen wissen, dass ich mich anders ernähre und es mir geholfen hat. Ihnen geht es aber gut, weshalb sie natürlich nichts ändern möchten. Ich dränge das auch niemandem auf.

Meine Schwiegereltern nehme große Rücksicht darauf. Einmal gab es für alle Schweinebraten aber ich habe extra Salat mit Kartoffeln bekommen – es geht also. Glücklicherweise zieht mich auch niemand damit auf, denn sie wissen, wie ich gelitten habe. Auch Andere, die meine Krankheitsgeschichte kennen, nehmen Rücksicht und sogar in der Arbeit konnte ich mit Manchen darüber reden. Wenn ich erzähle, warum ich nicht alles esse, beginne ich immer mit den Intoleranzen. Das macht andere Menschen toleranter dem gegenüber was dann kommt, die Umstellung nach Anthony William.

Ich habe natürlich Gewicht verloren, wie so viele. Mein Mann hatte dann Sorgen, dass ich ohne Fleisch krank werden würde und dass ich zu dünn sei. Aber da wir jetzt wieder spazieren gehen können, und ich den ganzen Tag wach bleiben und bei meiner Familie sein kann, hat er keine Bedenken mehr.

Was kochst Du für Deinen Sohn AW-konformes?

Für meinen Sohn zu kochen, war zu Beginn eine große Herausforderung. Ich hatte das Gefühl, ich würde alles falsch machen. Doch nach und nach haben sich ein paar Dinge bewährt. Rezepte mit Vollkornreisnudeln und Gemüsesauce gehen super bei ihm. Kürzlich habe ich einen Gemüse-Nudel Wok kreiert. Der schmeckte ihm super, trotz Spargel und Ingwer. Er mag Paprikareis (Djuvec Reis), Kartoffelknödel mit veganer Bratensauce, Ofenkartoffeln, Kartoffelpüree mit gedünsteten Karotten oder Erbsen, Erbsenreis, vegane Spaghetti Carbonara, Karfiol-Brokkoli Laibchen, Kartoffel-Zucchini Puffer, Kartoffelgulasch, Gurkensalat, Chinakohlsalat mit Limette-Orangendressing, Blumenkohlsteaks, Knoblauchcremesuppe und alle Sorten Gemüsesuppe oder Gemüsecremesuppe.

Von den Medical Medium Rezepten liebt er: Rice Crispy Treats, Roasted Veggie Pasta, Spice Cake, Haferkekse, eigentlich alle Keksrezepte von Anthony William.

Manchmal backe ich Hafer-Apfelkuchen für ihn. Oder er bekommt Bananenpancakes, Apfelpancakes oder einfach nur Haferpancakes, aber immer mit viel Ahornsirup. Er liebt Bananen, Nicecream und gemixte, gefrorene Erdbeeren mit Honig. Außerdem isst er jeden Tag zu Hause zwei bis drei Teller frisches Obst und Gemüse.

Und wie sieht ein typischer Tag bei Dir ernährungstechnisch aus?

Ich beginne jeden Morgen mit einem halben Liter Zitronenwasser. Nach einer halben Stunde trinke ich frischen Selleriesaft. Eine weitere halbe Stunde später frühstücke ich. Meistens den HMDS (Smoothie zur Ausleitung von Schwermetallen) oder ich mixe Bananen oder Mangos mit Salat oder Spinat und Zitrone. Dazu gibt es manchmal noch anderes Obst. Dann nehme ich Zink, B12, Cats Claw (Katzenkralle), Lysin, Micro C und Magnesium ein. Manchmal auch MSM, wenn ich mich körperlich überanstrengt habe und deshalb mein Nacken schmerzt.

Am Vormittag ist es unterschiedlich. Bin ich in der Arbeit, esse ich drei bis vier Bananen oder einen Apfel mit Gurkenscheiben. Heute gab es gemixte Mango mit Himbeeren und Weintrauben. Auf jeden Fall fettfrei und viel frisches Obst. Ein halber Liter Zitronenwasser kommt nochmal dazu.

Mittags kommt es darauf an, wie es mir geht. Meistens esse ich bis zum Abend fettfrei. Viele Kartoffeln, Kohlgemüse, Zwiebeln, Pilze, Paprika, Zucchini und weiteres Gemüse. Ich mag meinen Teller gerne bunt. Alles wird gedünstet oder mit Wasser „gebraten“, salzfrei, fettfrei. Darauf kommt fast immer Petersilie, Schnittlauch, Dill oder andere Kräuter.

Nachmittags, gegen 15 Uhr, brauche ich meistens etwas Obst.

Abends darf es ab und zu etwas mit Hülsenfrüchten, etwas Öl, glutenfreiem Hafer, oder Vollkornreis sein. Aber nicht immer – ich esse auch phasenweise Tage oder Wochen ohne diese Zutaten. Das hat aber gedauert und war eine große Umstellung.

Vor dem Schlafen gehen esse ich immer noch eine Kleinigkeit, etwas Obst wie Orangen, Mandarinen, Weintrauben, Beeren, oder Bananen Nicecream. Danach nehme ich nochmal meine Nahrungsergänzungsmittel ein, wenn ich es nicht vergesse und lege mich mit 5mg Melatonin ins Bett. Es hilft mir, dass ich nicht jede Nacht aufstehen muss, um auf die Toilette zu gehen, denn danach kann ich immer nur schwer einschlafen.

Gibt es etwas, dass Du der Welt bezüglich AW mitteilen möchtest?

Die Ernährung nach Anthony William heilt. Egal, welche Vorgeschichte man hat, es ist möglich zu heilen. Es braucht seine Zeit. Man geht drei Schritte vor und einen oder zwei wieder zurück, bevor es wieder vorwärts geht. Doch trotz der vielen Auf und Ab`s, es wird nie wieder so schlimm wie zu Beginn.

Durchhaltevermögen ist das, was einen durch Zeiten der Verzweiflung, Angst und Schmerzen bringt. Und genau das bringt einen auch mit dieser Ernährung ans Ziel. Ja, es ist gesundheitlich noch nicht alles im Reinen. Es gibt noch Trigger und manchmal Schmerzen, doch nur wenn ich mich selbst überlaste oder die Trigger nicht beachte. Und es war nie wieder so furchtbar wie in der Zeit vor Anthony William.

Man muss konsequent sein, jedes Detail zählt!

Anthony William steht für uns chronisch kranke Menschen ein, um uns zu ermöglichen wieder schmerzfrei und vital durchs Leben zu gehen. Und wenn wir glauben, es funktioniert nicht, haben wir etwas übersehen. So erging es mir auch. Dann muss man wieder lesen und nachfragen, damit man erkennen kann, was einem noch fehlt.

Ich schätze ihn sehr und spüre die Wahrheit in seinen Worten. Mögen sie noch vielen weiteren hunderttausenden Menschen helfen gesund zu werden. Für jedes Buch, jedes Video bin ich ihm von Herzen dankbar. Denn erst durch ihn habe ich mich das erste Mal in meinem Leid verstanden gefühlt. Da ist jemand, der sagt: „ Ja, dein Leid existiert wirklich. Du bildest es dir nicht ein!“

Anthony William hat mein Leben gerettet. Er hat es ermöglicht, dass ich mich wieder mit Freunden treffen kann, mit der Familie etwas unternehmen und arbeiten gehen kann, ohne davon völlig ausgelaugt zu sein. Auch einfache Dinge wie spazieren gehen, Wäsche waschen, mich um Haus und Garten kümmern – das alles war vor Anthony gar nicht oder nur mit viel Anstrengung möglich. Dinge, die eigentlich ganz normale, alltägliche Arbeiten sind, konnte ich kaum noch verrichten.

Und am Ende wird alles gut sein, und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende!

Danke liebe Martina, für Deine mutmachenden Worte und Deine Offenheit.

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